News von Erich Würfel


Liebe Freunde:

Wir wissen uns täglich mit Euch verbunden. Der gemeinsame Glauben an den Herrn verbindet uns; so auch die gemeinsame Missionsarbeit; die Gebetsanliegen u. a. mehr. Fragen bewegen Euch bestimmt auch, wie z. B. in wie weit erleben wir Gebetserhörungen? Wie stets mit dem Kinderheim und wie mit der Kinderarbeit allgemein? Wie geht’s mit den Neubauten voran? - ja und wie geht’s nun dem Heimkind Ruth?

Ruth machte uns viele Sorgen, aber gerade auch hier dürfen wir erleben, wie auch Euer Mittragen und Eure Gebete nicht unbestätigt bleiben. Sie lag ja 6 Monate im Krankenhaus oder saß im Rollstuhl, zusammengekauert und bedauernswert. Auch nicht selten kam sie auf die Intensivstation. Sie konnte nicht mehr gehen. Nun als ich sie letztens in Buenos Aires besuchte, fiel sie mir um den Hals, sprang los, und hüpfte eine größere Runde, mit den Händen nach oben jubelte sie und schrie: Ich kann wieder laufen! Ich bin gesund!... Ich kam mir vor wie die Apostel Petrus und Johannes (Apg. 3), als jener Lahme an der Tempeltür geheilt wurde, Gott pries und jubelte. Heute ist Ruth vom Hospital entlassen und für gesund erklärt. Ihr großer Wunsch ging in Erfüllung, wieder nach Hause kommen zu dürfen, d. h. zu uns ins Kinderheim. Noch müssen wir sie monatlich zur Kontrolle nach Buenos Aires bringen, aber wir glauben mit Gottes Hilfe geht’s nun aufwärts.

Über unseren neuen Stand des Kinderheimes wäre viel zu erzählen. Wir haben z. Z. 47 Kinder. So viele hatten wir noch nie. Jedes Einzelne kommt aus der schwierigsten Lage und braucht viel Zuwendung und Hilfe. Danke für Euer Mittragen.

Die Neubauten gehen auch nach Möglichkeiten Schritt für Schritt voran. Wenn wir die Spenderliste anschauen, für die verschiedene Bereiche unserer Arbeit, aus verschiedenen Richtungen Deutschlands und bis hin nach Österreich, dann werden wir stille, falten unsere Hände und danken für jeden einzelnen von Euch. Auch die Kollekten aus Gemeinden, die kleineren Spenden und die Patenschaften sind nicht weniger wichtig. Das erinnert uns wieder an die Anfangszeiten, an jene Jahre, als Willi Buchwald wiederholt mit einer Gruppe kam und uns wurde geholfen auf die Beine zu kommen. Da erhielten wir eines Tages einen schönen Brief einer Oberschwester aus Köln, sie schrieb unter anderem: „Ich wollte auch mit einer Gruppe zu Euch kommen und hatte dafür schon die Hälfte bezahlt. Aber während ich sie dann in Deutschland predigen hörte, sprach der Geist Gottes und sagte mir, die brauchen dich dort nicht, die benötigen Dein Geld. Ich entschied sofort zu Hause zu bleiben und ging am Ausgang zu Willi und sagte, ich fahre nicht mit, aber das Geld meiner gesamten Reise kommt in die Kasse für Argentinien. Sofort begann ich auch mit einer Patenschaft." Von dieser lieben Schwester kam unsere erste Patenschaft. Heute bilden die Patenschaften den Grundstock für unseren monatlichen Bedarf des Kinderheimes. Vielen, vielen Dank!

Noch wäre viel zu erzählen, aber "das war’s für heute", ein nächstes Mal mehr.

Mit liebevollen Grüßen,

Eure Celma und Erich Würfel samt Familie, Mitarbeiter und Kinder des Heimes.

Argentinien, im September 2011