Bericht aus der Gefängnisarbeit in Concordia/Arg.


Ich heiße Ricardo und bin Mitarbeiter bei Nueva Vida in Concordia. Meine Hauptbeschäftigung ist die Gefängnisarbeit.

Ich wohne nur 200 m vom Gefängnis, so ist es mir auch nicht umständlich dorthin zu gehen. Ich tue meine Arbeit gerne. Jeder, der eine Aussaat macht, hofft auf Ernte. So geht es uns auch. Wir freuen uns, wenn ein Herz sich dem Herrn öffnet. Jedoch, die Arbeit ist nicht immer gleich erfolgreich.

Normalerweise bin ich von Montag bis Freitag von 15 – 17:30 Uhr, je nach Tagen, in verschiedenen Abteilungen. Die Gefangenen haben Gelegenheiten im Gefängnis, nicht nur die die wir ihnen für den Glauben bieten, sie können auch Grundschule und Abitur machen.

Vor 1,5 Jahren haben wir ja 10 der neuen Gläubigen getauft. Nun gibt’s ja weitere neue Gläubige, jedoch sind wir vorsichtig mit der Taufe. Wir möchten, dass sie sich erst im Glauben befestigen.

Wir bieten den Gefangenen, nebst Evangelium, auch manch andere Hilfe, wie Medikamente, Kleidung, Yerba (Matetee), Zucker u.a. Manche kommen nur wegen „Brot und Fische“ und interessieren sich kaum für das Wort Gottes. Andere sind jedoch offen.

Diese Arbeit ist eine mühsame und deprimierende Arbeit, eben auch wegen der vielen Korruption und dem Elend, das da ist. Gerne hätte ich auch noch mehr Begleitung, aber ich verstehe auch, dass jeder seine Arbeit zu versorgen hat. So können Marcos oder sein Vater Erich auch nicht immer mitkommen. Gerne befehlen wir uns Eurer Fürbitte an. Besonders auch um Begleiter, vielleicht solche, die sich in diese Arbeit einarbeiten möchten. „Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter sende“.

Es ist bestimmt nicht alles vergebens. Immer wieder haben wir neue und mehr Zuhörer und auch solche, die gerne mitsingen, die Bibel aufschlagen und auch anderen von Jesus erzählen.

Wichtig ist uns auch die Arbeit an den Familienangehörigen, was wir auch versuchen zu erreichen.

Danke für Eure Fürbitte.

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Euer

Richardo